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Der Aal  

Anguilla anguilla

Es gibt so viele Tiere auf der Welt, doch der Aal gehört mit Sicherheit zu denen, über die wir am wenigsten wissen. Die erste Frage, die sich stellt, woher kommt eigentlich der Aal? Der Aal laicht hier bei uns in unseren Gewässern nicht ab. Er kommt aus dem Sargassomeer. Das Sargassomeer ist ein Teil des westlichen Atlantiks und liegt südlich der Bermudainseln. Das Meer ist dort bis zu 7000 m tief und genau in diesen Tiefen laicht unser Aal. Bis heute ist es keinem Menschen gelungen, in diese Tiefen, mit dem enormen Druck von 700 kg pro cm², vorzudringen. Um sich den Druck vielleicht besser vorstellen zu können, hier ein kleines Beispiel: Eine ganz normale Scheckkarte hat eine Fläche von ca. 47 cm². Auf ihr würden dann ca 32,7 Tonnen liegen. Das ist der Grund warum der Aal bis heute sein Laichgeheimnis wahren konnte.

Aal

( Anguilla anguilla )

 

 

Zu den bekanntesten Merkmalen der Aal-Familie gehört der schlangenförmige Körper, der von einer schleimigen Schicht umhüllt ist. Außerdem besitzen Aale ovale Schuppen und ihre Flossen bilden einen Flossensaum längs um den Kürper. Es gibt keine Bauchflossen. Bei den Flussaalen sind zwei Arten zu unterscheiden :

1. Gelbaal : seine Körperfarbe ist olivbraun oder grau mit bräunlichem Ton, die Bauchseite glänzt silber-gelblich.

2. Blankaal : der Rücken ist dunkel graugrün, der Bauch glänzt dagegen in starkem Silberton.

Die Aalweibchen können eine Körperlänge von 1,50 m und ein Gewicht von bis zu 6 kg erreichen, die Männchen bringen es lediglich auf bis zu 50 cm. Man findet Aale an europäischen Atlantikküsten, an der Nord- und Westküste Afrikas, im Mittelmeer, in der Nordsee und der Ostsee vor. Außerdem kommen sie auch in vielen Flüssen mit Zugang zum Meer vor.

Tagsüber hält sich der Aal am Boden des Flusses auf und wird erst bei der Abenddämmerung aktiv auf der Suche nach Nahrung. Diese besteht aus Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, kleinen Weichtieren, Kleinfischen und manchmal sogar aus Fröschen, die vorzugsweise von sogenannten Breitkopfaalen verspeist werden. Nach 4 bis 10 Jahren begibt sich der Aal auf die Wanderung ins offene Meer, die nach circa 3 oder 4 Monaten in der Sargasso-See ihr Ende findet. Dort gibt es optimale Laichbedingungen, da das Meer äusserst ruhig und windlos ist. Nachdem die Aallarven groß genug sind, wandern sie als sogenannte Glasaale in die Flüsse.