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Letzte Bearbeitung:Besucher | Der Zander
Zur Familie PERCIDAE gehören ungefähr 100 in Süß- und Brackwasserlebende Arten. Mit Ausnahme des Kaulbarsches besitzen sie zwei Rückenflossen, ihre Afterflosse hat 1-3 Hartstrahlen. Die Schuppen sind etenoid. Nährtiere sind größere Arten des Zooplanktons (z.B. Leptodora ), Fischlaich und später auch Fische (Plötzen , Barsche und Ukeleis) Zander Stizostedion lucioperca Aus der Familie der Barsche kommend, unterscheidet sich der Zander nur in äußerlichen Merkmalen von seinen Artgenossen. Seine Bauchflossen sind mehr voneinander entfernt und sein Körper ist länger und gestreckter als der der Flussbarsche. Seine Färbung ähnelt jedoch stark dem Gemeinen Flussbarsch (auch Kretzer oder Egli genannt), da sie am Rücken von dunkelgrau bis grünlich reicht und zum Bauch hin heller wird. Der bekannteste Zander auf europäischem Gebiet ist der Gemeine Zander, der die stattliche Länge von 1 m und ein Gewicht von über 10 kg erreichen kann. Man findet ihn in osteuropäischen Süßgewässern vor, vom Rhein bis hin zum Baltikum. In Westeuropa wird man ihn jedoch, außer des südöstlichen Englands, vergeblich suchen. Außerdem meidet er auch die nördlichen Gewässer Skandinaviens und Russlands. Der Zander bevorzugt tiefe und ruhige Gewässer, wo er tagsüber den Wassergrund aufsucht und erst mit Anfang der Abenddämmerung seinen Raubfischinstinkten nachgeht. Der Sauerstoffgehalt und die Verschmutzung des Wassers treiben ihn in die Enge, da er bei diesen Faktoren sehr empfindlich ist und nie ein Gebiet aufsucht, in dem die Bedingungen nicht optimal sind. Der Zander laicht von April bis Mai an seichten Stellen, wo die Sonne das Wasser aufwärmt. Das Männchen bildet am Wassergrund ein Nest, wo das Weibchen die Eier ablegt. Hiernach werden sie vom Männchen streng bewacht und gereinigt. Nebenbei werden sie mit sauerstoffreichem Wasser versorgt, indem das Männchen ihnen mit seiner Schwanzflosse dieses zufächert. Die geschlüpften Jungfische halten sich in Schwärmen auf und ernähren sich von Plankton und Insekten. Später beginnen sie mit der Jagd auf Karpfenlarven, die zu dieser Zeit schlüpfen und leichte Beute darstellen. Obwohl die Nahrung der Zander fast ausschließlich aus Fischen besteht, würden sie nie so aggressiv werden wie Hechte und können somit auch in Karpfenteichen gehalten werden. Bei der Zucht von Zandern bereiten die Züchter im Teich Nester vor, in die die Weibchen ihre Eier ablegen. Diese werden dann samt Nest in Moos verpackt und gut gekühlt manchmal über große Entfernungen hinweg in Freigewässer abgeliefert. Erfolgbringender ist jedoch die Aussetzung von Fischen, die das Mindestalter von 1 Jahr erreicht haben.
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