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Der Zander

Zander.gif (20229 Byte)

Zur Familie PERCIDAE gehören ungefähr 100 in Süß- und Brackwasserlebende Arten. Mit Ausnahme des Kaulbarsches besitzen sie zwei  Rückenflossen, ihre Afterflosse hat 1-3 Hartstrahlen. Die Schuppen sind etenoid.
Der Zander ist in Europa der größte Süßwasserfisch unter den Barschen. Sein Körper ist für eine rasche Fortbewegung in verschiedenen Wasserschichten ideal gebaut. Das Maul ist reich bezahnt, endständig, am Ende des Unterkiefers befinden sich zwei auffällig große und scharfe sogenannte Hundszähne. Der Oberkiefer reicht bis hinter das Auge, die Seitenlinie endet anders als beim Barsch stets erst an der Schwanzflossenbasis. Der Rücken ist graugrün, an den Seiten erkennt man 8 - 12 schwarzbraune Querbinden, die sich zu Flecken auflösen und auch auf der Schwanz und den beiden Rückenflossen vorhanden sind. Der sonst weisse Bauch wird in der Laichzeit besonders bei den Männchen dunkler. Die meiste Zeit des Tages hält sich der Zander am Boden versteckt. Morgens und am frühen Abend steigt er zur Jagd an die Oberfläche. Die Laichzeit fliegt meist im April und Mai. In dieser Zeit legt das, Männchen eine Nestgrube von etwa 50 cm Durchmesser und 5 ein Tiefe an, in die gesäuberte Wurzelstücke kommen. Auf diese legt das Weibchen seine Eier ab, die das Männchen nach dem Schlüpfen sorgfältig bewacht und durch Wedeln der Flossen mit Frischwasser versorgt. Kurze Zeit lebt die Fischbrut von Zooplankton, beginnt aber schon mit 3 - 5 cm Länge fremden Laich zu fressenerwachsene Fische ernähren sich ausschließlich von anderen Fischarten. Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich im Gegensatz zum Hecht weiter weg vom Ufer auf. Sie werden 10 - 15, vereinzelt bis 20 Jahre alt. Sie gehören zu den wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süßwasserfischen. In jüngster Zeit verschwinden sie von vielen Standorten oder vermehren sich dort nicht mehr auf natürliche Weise.Grösse: 80- 100 ein, max. 130 cm
Gewicht: 12-15 kg, max. 18 kg
Fruchtbarkeit: 200 000-1000 000 Eier (110-220 Tausend je Kilo Körpergewicht des Rogners)Verbreitung: ursprünglich vom Aralsee bis zum Einzugsgebiet der Elbe. Heute auch in große Teile Westeuropas und den USA eingeführt. Zander kommen an tieferen Stellen in fließenden und stehenden Binnengewässern und in Meeresbuchten vor.

Nährtiere sind größere Arten des Zooplanktons (z.B. Leptodora ), Fischlaich und später auch Fische (Plötzen , Barsche  und Ukeleis)

Zander

Stizostedion lucioperca

 

Aus der Familie der Barsche kommend, unterscheidet sich der Zander nur in äußerlichen Merkmalen von seinen Artgenossen. Seine Bauchflossen sind mehr voneinander entfernt und sein Körper ist länger und gestreckter als der der Flussbarsche. Seine Färbung ähnelt jedoch stark dem Gemeinen Flussbarsch (auch Kretzer oder Egli genannt), da sie am Rücken von dunkelgrau bis grünlich reicht und zum Bauch hin heller wird.

Der bekannteste Zander auf europäischem Gebiet ist der Gemeine Zander, der die stattliche Länge von 1 m und ein Gewicht von über 10 kg erreichen kann. Man findet ihn in osteuropäischen Süßgewässern vor, vom Rhein bis hin zum Baltikum. In Westeuropa wird man ihn jedoch, außer des südöstlichen Englands, vergeblich suchen. Außerdem meidet er auch die nördlichen Gewässer Skandinaviens und Russlands.

Der Zander bevorzugt tiefe und ruhige Gewässer, wo er tagsüber den Wassergrund aufsucht und erst mit Anfang der Abenddämmerung seinen Raubfischinstinkten nachgeht. Der Sauerstoffgehalt und die Verschmutzung des Wassers treiben ihn in die Enge, da er bei diesen Faktoren sehr empfindlich ist und nie ein Gebiet aufsucht, in dem die Bedingungen nicht optimal sind. Der Zander laicht von April bis Mai an seichten Stellen, wo die Sonne das Wasser aufwärmt. Das Männchen bildet am Wassergrund ein Nest, wo das Weibchen die Eier ablegt. Hiernach werden sie vom Männchen streng bewacht und gereinigt. Nebenbei werden sie mit sauerstoffreichem Wasser versorgt, indem das Männchen ihnen mit seiner Schwanzflosse dieses zufächert. Die geschlüpften Jungfische halten sich in Schwärmen auf und ernähren sich von Plankton und Insekten. Später beginnen sie mit der Jagd auf Karpfenlarven, die zu dieser Zeit schlüpfen und leichte Beute darstellen. Obwohl die Nahrung der Zander fast ausschließlich aus Fischen besteht, würden sie nie so aggressiv werden wie Hechte und können somit auch in Karpfenteichen gehalten werden. Bei der Zucht von Zandern bereiten die Züchter im Teich Nester vor, in die die Weibchen ihre Eier ablegen. Diese werden dann samt Nest in Moos verpackt und gut gekühlt manchmal über große Entfernungen hinweg in Freigewässer abgeliefert. Erfolgbringender ist jedoch die Aussetzung von Fischen, die das Mindestalter von 1 Jahr erreicht haben.